Die Idee kam mir durch meinen Opa. Er lebt alleine.
Meine Mutter wollte nach der Arbeit nur kurz bei ihm vorbeischauen, ob alles in Ordnung ist. Als sie ankam, war er ungewöhnlich müde und verwirrt, konnte kaum klar sprechen. Sie rief den Notarzt. Es stellte sich heraus: Mein Opa hatte den ganzen Tag nichts getrunken und seine Medikamente vergessen. Ich habe es erst am Abend von ihr erfahren und erst da das ganze Ausmaß begriffen. Wäre meine Mutter an dem Tag nicht spontan vorbeigefahren, wäre es vermutlich schlimm ausgegangen.
Der Notarzt sagte uns etwas, das mich nicht mehr losgelassen hat: Genau diese Situation sieht er ständig. Ältere Menschen, die zu Hause leben und schleichend in einen Notfall rutschen. Hausnotrufe sind weit verbreitet, aber im Ernstfall liegt das Gerät oft ungenutzt in der Schublade oder der Knopf wird nicht mehr gedrückt.
Von da an waren wir alle, besonders meine Mutter, in großer Sorge: Geht es Opa gut? Was können wir tun, damit so etwas nicht noch einmal passiert?
Mein Opa möchte so lange wie möglich selbstständig bleiben. Es geht nicht darum, ihn zu überwachen. Es geht darum, ihn zu begleiten.
"Es geht nicht darum, ihn zu überwachen. Es geht darum, ihn zu begleiten."
Es gibt viele Hilfsmittel, aber nichts, was täglich nachfragt: Wie geht es ihm? Genau da habe ich gemerkt: Hier fehlt etwas. Aus dieser Erkenntnis ist Helfi Ruf entstanden. Ein täglicher, freundlicher Anruf, der einfach da ist.